Freiwilligenarbeit

Das Brockenhaus lebt von freiwilligen Helferinnen und Helfern. Mit ihrem Engagement tragen sie zu einem reibungslosen Betrieb bei – und profitieren von vielen Vorteilen der Freiwilligenarbeit: Menschen kennen lernen, Neues ausprobieren, Spass haben und etwas Sinnvolles tun.

Im Einsatz für einen guten Zweck

Waren sortieren, in die Regale einräumen, präsentieren, verkaufen: Rund 140 Personen arbeiten freiwillig an zwei Brockenhaus-Standorten in der Stadt Zug. Die Frauenzentrale Zug als verantwortliche Institution schätzt dieses Engagement sehr. Deshalb geniessen die Freiwilligen viele Vorteile: Sie sind zum Jahresausflug und zur Weihnachtsfeier eingeladen, profitieren von einem Einkaufsrabatt im Brocki und im Brockehüsli, erhalten eine grosszügige Pausenverpflegung und bekommen eine Einzelmitgliedschaft im Verein Frauenzentrale geschenkt. Zudem stellt die Frauenzentrale den Freiwilligen auf Wunsch einen Sozialzeitausweis oder ein Referenzschreiben aus.

 

Sind Sie interessiert, Teil unseres motivierten Freiwilligenteams zu werden, neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schliessen? Melden Sie sich unverbindlich bei uns. Wir freuen uns auf Sie! 

Rufen Sie uns unter 041 725 26 90 an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

 

Unsere Mitarbeitenden im Gespräch

Rund 150 Frauen und Männer arbeiten für das Brocki und das Brockehüsli. Was sind das für Menschen? Und welche Beweggründe haben sie für ihr freiwilliges Engagement? Einige Mitarbeitende berichten aus einer ganz persönlichen Perspektive von ihrer Motivation und ihren Interessen. Beachtlich, von wie vielen wertvollen Fähigkeiten die Verantwortlichen des Brockenhaus dabei profitieren dürfen! Lassen Sie sich von diesen Geschichten inspirieren! Wir danken unseren Mitarbeitenden für die spannenden Gespräche.

Auch Möbelstücke erzählen Geschichten

Ruth Odermatt aus Hünenberg leitete früher die Migros-Klubschule Zug. Seit ihrer Pensionierung packt sie in der Möbelabteilung mit an. Eine Arbeit, die Spass macht und mit Emotionen verbunden ist. «Es berührt mich, wenn die Leute geliebte Möbelstücke abgeben, von denen sie sich nur schwer trennen können, weil viele Erinnerungen daran hängen.» Manchmal erfährt Ruth Odermatt die Geschichte hinter einem Sofa oder einer Esszimmergarnitur. Manchmal fallen nur wenige Worte, und doch spürt die Rentnerin die Wehmut bei ihrem Gegenüber. Da ist es selbstverständlich, dass sie die Gegenstände, die ihr anvertraut werden, mit Sorgfalt behandelt und sich freut, wenn sie in neue Hände kommen.

Von einer Hand zur nächsten

Es ist bezeichnend für unsere Wegwerfgesellschaft: Allzu oft landen intakte Gebrauchsgegenstände im Abfall. Von Büchern hingegen trennt sich der Mensch nur ungern – vor allem von solchen, die ihn auf irgendeine Weise anrühren. Und doch bietet das Regal daheim nur begrenzt Platz. Deshalb findet es die Baarerin Maria Widmer, pensionierte Verkäuferin, toll, dass es im Brocki auch eine Bücherabteilung gibt. «Hier können die Leute ihre Bücher mit gutem Gewissen abgeben.» Das Brocki leistet damit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt. Das findet die pensionierte Verkäuferin bemerkenswert. «Und ausserdem gefällt mir der soziale Zweck meines Engagements.»

Alle bringen ihre Stärken ein

Charly Aschwanden ist ein Mann, der Nägel mit Köpfen macht. Reparieren, ausbessern, Teile auswechseln, auffrischen montieren: Solche Tätigkeiten liegen dem angestellten Hauswart und Fensterreiniger im Blut. In der Möbelabteilung des Brocki ist der gelernte Möbelschreiner genau am richtigen Ort. Dort kann er seine Kompetenzen vollumfänglich einbringen. Am liebsten baut er schwierige Möbel zusammen, von denen er anfangs keine Ahnung hat, wie sie aussehen werden. «Das fordert mich richtig heraus», sagt er. Ein anderer Grund, weshalb Charly Aschwanden sich gern im Brocki engagiert, ist sein Teamgeist. «Wenn wir gemeinsam etwas erreichen und andern Menschen helfen können, ist das für mich jedes Mal etwas Besonderes.»

So gelingt die Integration

Ricarda von Ellerts hat ihren Wohnort erst vor wenigen Monaten nach Walchwil verlegt. Als Neuzuzügerin war es ihr wichtig, sich zu integrieren und einen Beitrag ans Gemeinwohl ihrer neuen Heimat zu leisten. Was bietet sich da besser an als die freiwillige Mitarbeit im Brockehüsli? «Ich wurde hier mit offenen Armen empfangen», schwärmt die Digital Marketing Managerin. «Bei meinen Einsätzen habe ich schon viele tolle Menschen und ihre Geschichten kennengelernt. Es ist ein Privileg, hier zu arbeiten.»

Ein Nehmen und Geben

Die Frauenzentrale Zug kennt Brigitte Erni-Calanego seit vielen Jahren. Schon manches Mal war sie dankbar, dass diese Institution existiert und hat deren Angebote immer wieder genutzt. Eine Nachbarin erzählte ihr von der Freiwilligenarbeit im Brockenhaus. «Da musste ich nicht lange überlegen», sagt die pensionierte Pharmaassistentin. «Ich bot sofort an, dort mitzuarbeiten. So kann ich der Frauenzentrale etwas zurückgeben.» Seit 2019 engagiert sich Brigitte Erni-Calanego in der Abteilung Haushalt. «Die Begegnungen mit anderen Mitarbeitenden sind immer positiv. Alle sind zuvorkommend und fröhlich. Wir lachen viel.» Jeder Einsatz im Brocki sei ein Aufsteller.

Ein Begegnungsort für alle

Im Brockenhaus der Frauenzentrale Zug treffen Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und aus allen Gesellschaftsschichten aufeinander. Das ist mit ein Grund, weshalb sich Leke Palokaj hier so wohl fühlt. Er selbst ist vor langer Zeit in die Schweiz eingewandert und hat sich hier eine neue Existenz aufgebaut. Seit über zehn Jahren bringt der ehemalige Kranführer sein Know-how in der Abteilung Elektro ein. Es freut ihn, wenn minderbemittelte Menschen im Brocki ein gebrauchtes Gerät finden, das sie sich leisten können. «Wir tun hier im Brocki etwas Sinnvolles, und das ist eine grosse Befriedigung», sagt Leke Palokaj.

Bei Fragen zur Freiwilligenarbeit bin ich gerne für Sie da! 

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Christine Langhans
Geschäftsleiterin Brockenhaus und Brockehüsli